Ausblick

Neuer Gesprächskreis “Psychische Gewalt in Beziehungen”

Bei häuslicher Gewalt wird meistens an Schläge und blaue Flecken gedacht. Oftmals beginnt die Gewalt jedoch nicht mit physischen Übergriffen. Betroffene sind nicht selten schon über längere Zeit psychischer Gewalt ausgesetzt. Meist ist dies ein schleichender Prozess, etwa durch gesteigerte Überwachung, ständige Beleidigungen und Herabwürdigungen sowie zunehmende Isolation vom sozialen Umfeld. Nach Jahren derartiger Manipulation sind Selbstwertgefühl und Widerstandsfähigkeit häufig stark geschwächt und Betroffene sehen sich in einer scheinbar ausweglosen Abhängigkeit vom Partner. 

Dazu fällt es schwer, das Erlebte überhaupt als Gewalt zu erkennen und so zu bezeichnen. Psychische Gewalt hinterlässt weniger sichtbare Spuren und Tatpersonen verhalten sich nach außen hin oft geschickt und betont freundlich. Wenn Betroffene befürchten müssen, dass ihnen nicht geglaubt wird, ziehen sie sich weiter zurück und die Macht der Tatperson wird zusätzlich gestärkt. 

Der neu gegründete Gesprächskreis zum Erfahrungsaustausch und gegenseitiger Hilfe richtet sich sowohl an Frauen, die sich bereits aus einer gewaltgeprägten Beziehung lösen konnten als auch solche, die sich aktuell noch in einer befinden.

Bei Fragen können sich Interessierte vertraulich telefonisch unter 03643-871170 oder per Mail an info@frauenzentrum-weimar.de wenden.   

 

!Aufgrund der pandemischen Lage, muss der Infoabend verschoben werden. Wir informieren rechzeitig! Infoabend „Trans* Kinder und Jugendliche“

Die Gesprächsgruppe „Eltern von Trans*Kindern“ und das Frauenzentrum Weimar e.V. laden am 1. Dezember zum Infoabend „Trans* Kinder und Jugendliche“ ein.

Trans* ist ein Überbegriff von und für Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Wenn Betroffene sich darüber schon im Kindes- und Jugendalter bewusst werden, stehen nicht nur sie, sondern auch die Eltern oftmals vor großen Herausforderungen. Wie mit der Situation umgehen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? Welche rechtlichen und medizinischen Schritte folgen?

Das Angebot richtet sich sowohl an Trans* Kinder und Jugendliche selbst als auch an ihre Eltern und sonstige Interessierte. Vortragende sind unter anderen Dr. phil. Marc Ligges, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut von der Spezialambulanz Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie (Transidentität, Transgender) im Kindes- und Jugendalter des Universitätsklinikums Jena sowie Christian-Alexander Demisch, niedergelassener Facharzt für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie aus Weimar.

Der Infoabend findet nicht am 1. Dezember ab 19 Uhr im Salon des Frauenzentrums Weimar e.V. (Schopenhauerstr. 21) statt.

Es gilt die 2G-Regelung.

Der Eintritt ist kostenfrei.